Gemälde und Gedichte - Contineralismus, poetischer
 
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als man sich noch die welt
als scheibe dachte,
und sich durchaus auch mal
die sorge machte,
ob´s möglich sei,
in ungeahnte sternenweiten
über ihren rand zu gleiten,
da war die welt - es lag ja auf der hand -
ein zuverlässig fester gegenstand.

inzwischen hat uns wissenschaft
die erde dergestalt verwandelt,
dass es sich nicht um eine - nein!
um viele scheiben handelt.
so viele, dass man
um die einzelne nicht zittert:
was macht es schon,
wenn eine welt zersplittert?

 

 

Triptychon: Neue Götter brennen
Öl, Hf - 2018 - 172 x 270 cm

 
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